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Bemerkenswerte Inszenierung: Mikroklimatische Fassade mit Soltis FT

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Projektdaten

• Bauherr: Klaus Geske Musik- und Kulturstiftung, Erftstadt
• Architekten: Graf und Kellner Architekten, Arge Brauhaus, Burgthann

• Fassadenbau: Typico, A-Lochau

  • • Compositmaterial von Serge Ferrari:
    Textilfassadenmembran Soltis FT 381, Farbe „Metall gehämmert“,
    Fassadenmembran: Stamisol Color, Farbe „Geißblatt“: 500 m2

  • Mit dem Neubau der Musikschule in Erftstadt wurde ein aufmerksamkeitsstarker Entwurf mit einer Textilfassade geschaffen, der das Obergeschoss mit dem Konzertsaal wie mit einen Bühnenvorhang umhüllt. Neben dem besonderen Gestaltungsaspekt mit zusätzlich wechselnder Anmutung in der Tages- und Nachtbetrachtung, überzeugt die Textilfassade mit Soltis FT darüber hinaus durch ihre Nachhaltigkeit und einen wesntlichen Beitrag für die Energieeffizienz des Gebäudes.

    Zwei Baukörper für Konzertsaal und Musikschule

    Die Vorgabe für die Architekten war hier, die Musikschule für 700 Schüler in einem Gebäude unterzubringen und daneben einen Konzertsaal für bis zu 250 Besucher als neues, musikalisches Kulturzentrum zu schaffen. Hierzu wurden zwei in L-Form angeordnete, kubische Hauptbaukörper entworfen, die mit einem vertikalen Glasbau miteinander verbunden sind, der die Zugänge und Erschließung für das Gebäude darstellt.

    Künstlerisches Schaffen durch „Vorhangfassade“ nach Außen transportiert

    Während die Musikschule mit der in der Region verbreiteten Klinkerfassade umgesetzt wurde, sollte am Hauptkubus das künstlerische Schaffen im Gebäude über einen besonderen Fassadenentwurf inszeniert und nach Außen transportiert werden. Hier gingen die Entwürfe sehr schnell in eine Richtung mit freien Formen, die über eine entsprechende Fassadengestaltung realisiert wurden. Das Architektenteam von Arge Brauhaus erinnerte sich dabei an das hohe gestalterische Potenzial von Textilfassaden mit Soltis FT, die von den Planern jedoch bisher nur im kommunikativen Bereich bzw. als Werbefassaden für Gewerbebauten eingesetzt wurden. In enger Zusammenarbeit mit dem Textilfassadenspezialisten Typico wurden mehrere Modelle im Maßstab 1:2 in Lochau aufgebaut, um eine Textilfassade als Bühnenvorhang mit einem entsprechend attraktiven Faltenwurf umzusetzen.

    Interessantes Wechselspiel zwischen Tag und Nacht

    Die Textilfassade wurde bewusst als homogene Fläche ohne Fensteröffnungen nach außen gestaltet, bei der innerhalb der Tagesansicht der Konzertsaal wie von einem Bühnenvorhang verhüllt wird, in der Abendansicht dagegen die Lichtinszenierung des Konzertsaals durch die Fassadenmembran nach außen tritt. Gleichzeitig dient die Textilfassade als wirksame Verschattung und Entblendung bei direkter Einstrahlung von Sonnenlicht. Bereits aus der Erfahrung mit anderen Projekten war den Architekten die hohe Transparenz und der visuelle Komfort im Blick von innen nach außen des netzartigen Compositmaterials bewusst, sodass diese Funktionalität voll umfassend den Erwartungen entsprach.

    Konstruktion für den Faltenwurf

    Die Textilfassade besteht aus vier Elementen: für die Vorder- und Rückseite jeweils im Format 11 x 9 m, an den Längsseiten im Format von jeweils 19 x 9 m. Die geschwungenen Radien verlaufen dabei oben und unten parallel, jedoch gegenseitig versetzt, um einen für das Auge attraktiven, gleichmäßigen Faltenwurf mit entsprechend homogener Spannung zu erzeugen. Innerhalb der geschlossenen Fassadenflächen wurde die Wärmedämmung mit der farbigen Fassadenmembran Stamisol Color in einem sehr kräftigen Grünton abgedichtet, über die dann die Textilfassade im Abstand der Kragarme gezogen wurde. Hier kommt es zu einem weiteren schönen Effekt: Während tagsüber sich das Anthrazit der Textilfassade in den Vordergrund stellt und die farbige Fassadenmembran changierend durch das netzartige Material diffundiert, tritt es in der nächtlichen Beleuchtungssituation als Farbakzent hervor und taucht diese Flächen in ein grünes Licht.
    Durch ihr umfassendes Leistungsspektrum schützt die Premium-Fassadenbahn Stamisol Color die Wärmedämmung zuverlässig über einen langen Zeitraum vor jeglichen Witterungseinflüssen und sorgt durch ihre Diffusionsoffenheit zudem für eine Entfeuchtung des Gebäudes und ein angenehmes Raumklima. Durch ihre überragende UV-Resistenz ist sie prädestiniert für transparente oder geöffnete Fassaden wie z.B. Textilfassaden.

    Auch technisch überzeugend durch Nachhaltigkeit und Energieeffizienz

    Neben den gestalterischen Möglichkeiten war für den Bauherren und die Architekten natürlich besonders der Langlebigkeitsaspekt der Textilfassade entscheidend. Hier hatten die Planer von der Arge Brauhaus bereits positive Erfahrungen mit anderen Projekten gesammelt, bei denen sich Soltis FT seit mehreren Jahren ohne Probleme bewährt hat. Grund hierfür ist die hohe Qualität der Textilfassadenmembran mit seiner sehr hohen Reißfestigkeit und äußerst geringen Ausdehnung dank der patentierten Precontraint Technologie, die ein späteres Nachspannen unter thermischen Einflüssen nahezu verzichtbar macht. Ein weiterer Punkt ist der attraktive Look der Textilfassade über viele Jahre hinweg, der zum einen durch die geringe Schmutzanhaftung und den Selbstreinigungseffekt der Materialoberfläche gesichert ist, zum anderen dadurch, dass sich auf dem gewählten Farbton „Metall gehämmert“ so gut wie keine Verschmutzung abzeichnet.
    Gegenüber ursprünglich ins Auge gefassten Metallgeweben zeichnet sich die Textilfassade zudem durch nahezu geräuschlose Bewegung unter Windeinwirkung aus.
    Auch hinsichtlich der Energieeffizienz konnte die Textilfassade mit ihrer gleichzeitigen Funktionalität als Verschattungselement punkten, da sie in der Simulation nach der Energiesparverordnung bei einer direkten Verschattung den Wärmeeintrag um 50% reduziert. Ein weiteres Moment für die Entscheidung zugunsten der Textilfassade war die 10-Jahres-Garantie, die der Hersteller Serge Ferrari auf die Fassadenmembran Stamisol Color und das Textilfassadenmaterial Soltis FT gibt.

    Abschließend überzeugte Soltis FT Bauherr und Architekten auch hinsichtlich seiner Nachhaltigkeit, die neben der langen Lebensdauer und Garantie zusätzlich durch ein 100%iges Recycling untermauert wird, das Serge Ferrari innerhalb seines patentierten Recyclingsystems Texyloop für alle seine Membranen anbietet: für eine sinnvolle Verwertung von Altmaterialien nach Ablauf der Lebensdauer und einen verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen durch Rückführung in Produktionsprozesse.

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    Produkte und Anwendungen

    Soltis FT: eine komplette Produktpalette für bioklimatische Fassaden

    • Stamisol-FT-Facade5
    • Stamisol-FT-Facade3
    • Stamisol-FT-Facade1
    • Stamisol-FT-Facade6

    Mit Soltis, bietet die Serge Ferrari-Gruppe eine Palette von Verbundmembranen für Fassaden sowie atmungsaktive und wasserdichte Membranen.

    Highlight des Programms ist ein Komplettsystem für Textilfassaden, bestehend aus der textilen Fassadenbekleidung in 27 verschiedenen Farben SOLTIS FT und der farbigen Fassadenmembran STAMISOL Color, das zusätzlich durch seine Transparenz Lichtinszenierung und 3D-Design vielfältigste Gestaltungsoptionen eröffnet. Darüber hinaus bietet SOLTIS FT & STAMISOL Color , das zusätzlich durch transparente Lichtinszenierung und 3D-Design besticht eine umfassende Palette an Fassadenmembranen für offene Fassaden sowie Unterdachbahnen.
    SOLTIS eine umfassende Palette an Fassadenmembranen für transparente unf offene Fassaden sowie Unterdachbahnen. SOLTIS, Haut: Sie atmen, bieten einen hervorragenden Schutz gegen jegliche Witterungseinflüsse und thermischen Verlust und wirken als Regulator für im Gebäude enthaltenen Wasserdampf.

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    Bioklimatische Fassade in Bildern